Freitag, 21. April 2006

Präpotenz

Wieder so ein Tag wie viele. Die Leute sind so unverschämt geworden. Auch die Jungen bilden sich schon so viel ein. O Gott wie soll das nur enden? Wie wehrt man sich gegen solche Angriffe? Frechheit siegt habe ich einmal gehört, als mich einer total verarscht hat. Niemand hat mehr Taktgefühl, Anstand. Viele sind permanent aufdringlich und glauben noch sie sind cool. Man müsste mit der gleichen Frechheit zurückschlagen. Aber wenn man gut erzogen ist, macht man es nicht. Das ist unser Fehler. Man ist verletzt - anstatt gleich zurückzuschlagen. Vor so viel Frechheit fällt einem im Moment nichts ein und das ärgert doppelt! Es hätte ein schöner Tag werden können. Ist es aber nicht. Wie kommen andere dazu sich in meinen Gedanken so fest zu verankern, dass sie mir den Tag verpatzen? Ich sollte solche Gedanken gar nicht zulassen, aber wie schafft man das? Ich weiß es wirklich nicht.

Donnerstag, 20. April 2006

Wieder ein Tag vorbei

Eigentlich soll man jeden Tag im Leben geniessen. Morgens geht der Vorhang auf und man ist Schauspieler einer Stegreifbühne. Man kann auch etwas dazu beitragen wie dieser Tag wird. Ob man sich anstecken lässt von der schlechten Laune der anderen oder ob man sie ignoriert. Aber wenn man einmal ganz unten war geht es nicht so einfach. Der Tag war nicht schlecht. Keine ärgeren Konflikte. Nur ein paar kleine Ärgernisse. Aber auch nicht das Gefühl vom Glücklichsein, das ich früher immer kannte. Das war toll. Ich konnte so richtig einen draufmachen. Richtig feiern. Richtig herzlich lachen und war glücklich. Sicher gab es auch Sorgen aber niemals welche, wo ich keinen Ausweg sah. Das ist wichtig. Immer Perspektiven haben. Aber dann häuften sich plötzlich die richtig dicken Sorgen. Und wahrscheinlich war es dann einmal zu viel. Wahrscheinlich war vor 3 Jahren nur mehr ein kleiner Funken nötig für eine Explosion. Wahrscheinlich braute sich das Gewitter schon Jahre zuvor zusammen. Ich merkte es, dass ich immer mehr an Kraft verlor. Ich konnte einfach nicht mehr. Panikattaken, schwitzen, zittern, Herzrasen.......... der Stress, die Sorgen, die Probleme..............Höhenangst, Zwangsgedanken.......Nervenzusammenbruch.........Dinge die ich vorher nie kannte. So ist ein Tag ohne Probleme, ein Tag wie jeder andere geworden. Ich denke mir, lang wird es nicht so ruhig bleiben. Und habe Angst vor dem nächsten Tag.....

Mittwoch, 19. April 2006

Ein guter Tag

Der Tag war gut. Das Wetter warm. Man spürt den Frühling. Scheinbar sind die Leute deshalb meist gutgelaunt. Habe ein paar alte Bekannte getroffen. Das war ein nettes plaudern. Wie früher. Ganz anders als mit den Menschen, mit denen ich tagtäglich zu tun habe. Die warten nur auf eine Gelegenheit um dich hinterrücks zu erlegen. Ich bräuchte eine längere solche Zeit, um mich seelisch zu erholen und wieder Kraft zu haben für die Dinge des Alltags. Und mich zu wehren gegen die Ungerechtigkeiten und die Möchtegern-Mobber. Es ist schwierig geworden in der heutigen Zeit. Ich dachte immer dieses Thema betrifft mich nicht. Aber es ist verdammt schlimm wenn man so hilflos den anderen Ausgeliefert ist und keinen Weg sieht aus dem Dilemma herauszukommen.

Dienstag, 18. April 2006

Alltag

Ein Arbeitstag ist vorbei. Wieder die vielen Kunden. Manche sehr unfreundlich und präpotent. Manche haben auch ein Lächeln. Aber eben wenige. Wegen der vielen Gemeinheiten, bin ich sehr misstrauisch geworden. Die Arbeit ging sehr langsam voran. Kein Wunder, die Nacht war kurz. Ich denke immer über alles zu lange nach. So liege ich lange wach und morgens bin ich dann wie gerädert. Es fällt mir alles sehr schwer. Sogar ein lächeln. Ich bin müde. Sehr, sehr müde. Ich versuche die Arbeit gut zu machen - aber ich bin so müde. Die Medikamente die ich nehmen muss machen zusätzlich müde. Wenn ich nach Hause komme bin ich kaum noch imstande etwas zu erledigen. Einkauf, Haushalt, die Tiere versorgen. Was unbedingt sein muss wird erledigt. Aber mehr geht nicht. Ich bin körperlich und seelisch ausgepowert. Was früher ganz leicht ging ist unmöglich geworden. Ist es das Alter? Sind es die Kilos zuviel? Wahrscheinlich weil die Seele weint. Aber es ist nicht mehr so schlimm wie es schon war. Manchmal wird es schon besser. Der Abend wird wie immer. Das Internet und ich. Die virtuellen "Freunde". Da kann ich sein wie ich bin. Kann alles sagen, was ich denke ohne kritisiert zu werden. Und wenn - ist es mir egal. Es ist ja jeder anonym. Man ist nicht gekränkt, wenn jemand die Wahrheit sagt, die man sonst nicht hören will. Später dann noch TV. Ganz versinken in einem rührenden Liebesfilm und mitweinen, das tut gut. Oder vor Spannung die eigenen Sorgen vergessen. Dann ist auch schon wieder der Abend um, schade. Es ist so gemütlich zu Hause. Da ist man geschützt.

Montag, 17. April 2006

Einsamkeit

Es ist Abend. Ein langes Wochenende ist vorbei. Ich denke an die Menschen in meinen neuen Job, die ich so hasse weil sie nur mobben können. Ich habe Angst vor der neuen Woche. Was wird sie wieder an Konflikten bringen. Doch es gibt Abwechslung. Der Frühling lässt schon grüßen. Doch wenn schlechtes Wetter gewesen wäre, hätte man eine Ausrede, warum man nicht draußen war, in der Frühlingssonne. Den lauen Wind gespürt. Den Waldduft gerochen. Alleine macht nichts Spaß. So kann es nicht weitergehen. Ich habe Sehnsucht nach guten Gesprächen. Nach streicheln. Nach kuscheln. Oder eben nur Zweisamkeit. Gemeinsam - wie lange habe ich das nicht mehr gehört, gelebt. Eine Ewigkeit. Er hatte schon lange Jahre keine Zeit mehr für Gemeinsamkeit. Es war einfach alles wichtiger. Gemeinsam - das muss schön sein! Gemeinsam etwas unternehmen, Gemeinsam etwas erledigen, Gemeinsam unangenehme Dinge schaffen, Gemeinsam lachen und weinen.

Wie gehts weiter?

Heute vor 3 Jahren war alles anders. Warum ist es so gekommen? Keine Ahnung. Es hat mich alles gelangweilt und ich musste eine Veränderung in meinem Leben vornehmen. Doch die Wurzeln waren schon sehr tief, obwohl ich immer geglaubt habe, dass ich nur mit Veränderungen glücklich sein kann. Und die Veränderung war zu umfangreich. Es hätten kleine Schritte genügt. Schritt für Schritt eine kleine Veränderung. Nicht wie ein Tornado alles niedermähen und nichts ist mehr wie vorher. Das war dann zuviel. Ich habe meinen Wohnort verlassen. Ich habe meine Freunde verlassen. Ich wurde von der größten Liebe meines Lebens verlassen. Ich habe meinen schönen, sicheren Job aufgegeben. Ich habe die schlimme OP machen lassen. Jetzt ist nichts mehr wie es war. Aber die Zeit kann man nicht zurückstellen. Es gibt kein zurück..... singt Wolfsheim. Jetzt beginne ich - 3 Jahre danach mich wieder zu erholen. Von meiner Tornado-Veränderung. Es wird wieder alles gut. Aber der Weg dorthin ist schwer.

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